Vulcano Insel

 
Lipari, Vulcano, Stromboli, Alicudi, Panarea, Filicudi und Salina sind Reiseetappen durch die 6000-jährige Geschichte des Liparischen Archipels. Geschichte, die verbunden mit den Naturschönheiten und den eindrucksvollen geologischen Aspekten die Inseln, die bereits zum Weltnaturerbe der UNESCO gehören, für den Besucher zu einer der interessantesten Gegenden Siziliens und Europas werden lassen.
 
Im südlichen tyrrhenischen Mittelmeer gelegen, etwa 40 km vor der sizilianischen Küste, sind sie im Pleistozän entstanden. Ihre jahrtausendelange Entwicklung dauert bis heute an. Vulcano ist noch aktiv und zusammen mit Panarea und Lipari erinnert es uns durch die Präsenz seiner Thermalquellen und des Schwefelschlamms an die ständigwährende unterirdische Tätigkeit.
 
Nach Lipari ist Vulcano die bekannteste Insel des Archipels. Beide sind nur durch einen schmalen,  etwa 1 km breiten Meereskanal getrennt.
 
Vier Kratern zeugen von der vulkanischen Natur der Insel, der Größte unter ihnen ist der „Vulcano della Fossa“.
 
Die Natur der Insel entdeckt man am Besten bei eine Kraterbesteigung: umringt von duftenden Ginsterbüschen taucht man ein in die Farbenpracht der wilden Vegetation und in tiefe Täler, die durch die Vulkanaktivität geformt worden sind.
 
In der Nähe des Osthafens, am Fuße des Felsens „ Faraglione della Fabbrica“ befindet sich ein Schwefelschlammbecken. Gegen eine Eintrittgebühr kann man im vulkanischen Schlamm baden, was zu einem der größten Touristenvergnügen geworden ist.
 
Nach einem entspannenden Bad mit natürlicher Hydromassage bei den Fumarolen finden die therapeutischen Maßnahmen ihren gelungenen Abschluss beim Schwimmen in der Westbucht, der schwarzen Vulkansandbucht „Porto di Ponente“.
 
Empfehlenswert ist auch eine Inselrundfahrt mit Boot, Taxi oder gemietetem Skooter. Besonders sehenswert sind „Capo Grillo“, der kleine Strand von Gelso und das „Valle dei Mostri“.
 
Lipari ist die größte Insel des Archipels. Von den Griechen aufgrund ihres milden Klimas „Meligunis“ genannt,  ist die Insel bereits seit der Jungsteinzeit bewohnt.
 
Der Hauptort der Insel liegt am Fuße des Burgbergs „Il Castello“ auf dem sich in der Antike die griechische Akropolis befand und entlang verschiedener Einbuchtungen die sich von Nord nach Süd ziehen.
 
Auf dem Burgberg befindet sich eines der bedeutensten archäologischen Museen Europas: Ausgestellt sind die Überreste, auch aus Unterwasserfunden, aus allen Jahrtausenden der Besiedelungsgeschichte der Inseln.
 
Innerhalb der Festungsmauern, die um 1544 von den Spaniern errichtet wurden, nachdem Lipari bei einem Piratenüberfall völlig zerstört wurde, befindet sich eine der beiden archäologischen Ausgrabungszonen der Insel.  Die Zweite, „Piano Diana“, liegt im darunter liegenden Wohngebiet.
 
Ebenfalls innerhalb der Mauern steht die Kathedrale und der historische Bischofspalast, der auf Resten eines normannischen Benediktiner Klosters erbaut wurde, sowie eine Vielzahl weiterer Gebäude.
 
Zu empfehlen ist eine Inselrundfahrt im Bus, Auto oder mit dem Skooter.  Die Straße führt durch die Ortschaften Canneto, Acquacalda, Quattropani und Pianoconte, wo sich auch die antiken Thermalanlagen von San Calogero befinden. Sie wurden in der Antike viel benutzt und Teile dieser Anlage gehen auf die mykenische Kultur zurück.
 
„Dydime“ (Zwillinge) war der griechische Name der Insel Salina die aus zwei Bergen geformt ist, wie aus der Ferne gut zu erkennen ist: der Berg „Monte dei Porri“ und der Berg „Monte Fossa delle Felci“, auf letzterem ist ein Naturpark.
 
In der ganzen Welt berühmt durch die Herstellung des Malvasia Weins, verbindet Salina seinen geschichtlichen Ursprung mit der Bronzezeit und eine weitere Blütezeit in der Antike. Auf Veranlassung des spanischen Vizekönigs wurde Salina im 1700 Jahrhundert intensiv besiedelt.
 
Zwei Jahrhunderte später, verursacht durch die wirtschaftliche Situation, emigrierte die Mehrheit der Bevölkerung nach Australien. Alle Weinreben waren von einer Reblausplage zerstört worden.
 
Die Hauptorte auf der Insel sind die 3 Gemeinden Santa Marina, Malfa und Leni, die man mit Linienbussen oder gemieteten Skootern erreichen kann. Auch der Besuch des Ortes Lingua ist empfehlenswert. Er befindet sich am Rand eines kleinen Salzsees, der ins Meer hineinragt und von diesem durch Wälle aus angehäuften Meeressteinen getrennt wird. Diese ehemalige Saline hat der Insel ihren heutigen Namen gegeben.
 
In der Antike Euonymos genannt – die auf der linken Seite gelegene – ist Panarea die kleinste der Liparischen Inseln. Eingebettet in eine üppige Vegetation erstrecken sich die 3 Ortsteile Drauto, Ditella und San Pietro.
 
Das heutige Panarea ist nur ein kleiner Teil der ursprüngliche Insel, die vor Jahrtausenden durch Naturereignisse unter den Meeresspiegel gesunken ist.
 
Bereits in der Jungsteinzeit bewohnt, bewahrt Panarea auch heute noch auf „Capo Milazzese“ die Spuren eines prähistorischen Dorfes. Von hier aus genießt man einen herrliche Blick  auf einen der schönsten Inselteile: „Cala Junco“, eine Bucht mit glasklarem Wasser in grünen und türkisen Farbtönen.
 
Ein absolutes Muss sind Bootsausflüge und Baden bei den Inselchen Basiluzzo und Spinazzola.
 
Stromboli ist die nordöstlichste der Äolischen Inseln. Ihr großer Kegel taucht gewaltig aus dem  tyrrhenischen Meer auf und am Nachthimmel beobachtet man fasziniert das Glühen der häufigen Vulkanausbrüche.
 
Kleine weiße kubische Häuser im ursprünglichen äolianische Baustil säumen die Gassen. Von der Kirche „San Vincenzo“ aus startet ein Wanderweg hinauf zu den Vulkankratern.
 
Steil über dem Ort Ginostra erhebt sich der höchste Gipfel der Insel „I Vancori“. Von hier aus kann man am Horizont Sizilien mit dem Ätna und die kalabrische Küste erblicken.
 
Mit dem Boot gelangt man zur „Sciara del Fuoco“  und vorbei an den vielen kleinen Lavafelsbuchten und der „Grotta di Eolo“. Lohnenswert ist es einen Abstecher zum Strombolicchio zu machen,  beliebtes Ziel für alle Tauchbegeisterten.
 
Am äußersten westlichen Ende des Archipels liegen die beiden Inseln Alicudi und Filicudi. bis vor wenigen Jahren, aufgrund ungenügender Anlandungsmöglichkeiten noch nicht vom großen Touristenstrom der anderen Inseln erreicht,
 
Filicudi befindet sich auf halber Strecke zwischen Salina und Alicudi. Eine Bootsfahrt kreuz und quer durch kleine Einbuchtungen und Grotten, die vom Meer in den Fels gegraben wurde, darf eine Landung am Felsen „Giafante“ und „Punta la Zotta“ nicht ausschließen,. Die Grotte „Bue Marino“ ist die bekannteste aufgrund ihrer sensationellen Lichteffekte im Innern.
 
Ebenso empfehlenswert ein Besuch der Ausgrabungen der prähistorischen Ansiedlung „Capo Graziano“.
 
Alicudi hat erst seit wenigen Jahren Strom erhalten und wird von ca. 100 Personen bewohnt.
 
Von der Anlegestelle Palomba aus führen mit Stufen angelegte Wege zu den hoch oben gelegenen Ortsteilen „Tonno“  und  „Montagna“.
 
Die Lage der Häuser entspricht nicht der eines zentrierten Ortes, dies ist unter anderem bedingt durch die Form der Insel, die die Nutzung von Verkehrsmittel nicht ermöglicht und deshalb zum Transport von Gütern immer noch Esel eingesetzt werden.
 
Der höchste Punkt Alicudis heißt „Filo dell´Arpa“ und ist durch eine lange Wanderung zu erreichen. Aber hat man einmal den Gipfel erreicht, wird man durch die wunderbare Aussicht belohnt.
 
Allen Inseln gemeinsam ist ihre unberührte Natur. Eine Entdeckungsreise auf den Pfaden, die sich durch die Sträucher der mediterranen Macchia winden und herrliche Panoramablicke bieten ist lohnenswert, ebenso wie Bootsausflüge zur Erkundung der Küste.
 
Entdecken Sie die Inseln auch durch ihre traditionelle Küche, für die ihre Natur die besten Zutaten liefert: Zusammen mit Malvasia sind Kapern das eigentliche Symbol der Liparischen Inseln. Wild wachsend findet man sie überall auf den Inseln, auf Salina werden sie außerdem auch in großem Umfang angebaut. Besonders gefragt wegen ihrem aromatischen Duft und kernigen Biss sind die Kapern des Ortes Pollara.
 
NÜTZLICHE RUFNUMMERN:
 
·         Information Hafen Vulcano     090.9852028
 
·         Arztstation: Via Lentia    090.9852220
 
·         Apotheke (Vulcano Hafen)     090.9853148
 
·         Tragflügelboot Snav     090.9852149
 
·         Tragflügelboot und Fähren Siremar     090.9852149
 
·         Fähren NGI     090.9852401
 
·         Nat. Gruppe f. Vulkanologie     090.9852528